Es begann alles mit einer simplen Diät und einer Menge Selbstzweifel, die sich nach einem bestimmten Ereignis entwickelten und durch den darauffolgendem Schulstress, noch größer wurden. Jedoch ist am Ende keiner Schuld. Alles sammelt sich und wird zu einem riesen Problem, welches in 1 von 5 Fällen zum Tod führen kann.

Sonntag, 26. August 2012

1. Woche WG




Es ist schon irgendwie komisch, weg von zuhause zu sein. 
Aber ich denke mal es hilft, auch wenn ich mein zuhause, trotz der ''Scheiße'', die dort passiert ist, an manchen Tagen vermisse. 
Momentan geht es mir ok bis nicht so gut. 
Das liegt daran, dass ich keine Ahnung hab, wie ich mich ernähren soll und die Betreuer, die mir dabei eigentlich helfen sollten, es nicht tun. 

Sie denken: "Die hat wieder Normalgewicht und kann selbst klar kommen" 
Aber als ich den Rückfall vor kurzem (April) hatte, dachte das auch jeder und es fing wieder von vorne an. 

Die regelmäßigen Mahlzeiten sind noch etwas komisch für mich, vorallem weil ich mich zuhause immer so unglaublich unregelmäßig ernährt habe. Manchmal zu viel gegessen und manchmal gar nichts, was auch nicht gut ist. 


Am Donnerstag ist jeden Morgen ''Wiegetag''. Ich hab' mich so lange nicht mehr gewogen, aber wusste schon dass ich unmöglich viel wiegen würde.
Das war dann aber nicht ganz so. In Marsberg musste ich ein Gewicht von 53 kg haben. 

Mittlerweile bin ich weitere 2 cm gewachsen, also der BMI den ich haben müsste gleichzeitig auch.
Somit wären 53 kg zu wenig und ich müsste mind. 55 kg wiegen.
Das klingt so unglaublich viel für mich, aber vielleicht sehen das andere anders. 


Gewicht am Do. :
55,4 kg 

Ich weiß, dass ich gerade am Abnehmen bin, ich merke es einfach.
Die Hosen werden wieder lockerer. Und an den Mahlzeiten allein merkt man es auch. 


Die Betreuer meinen, ich soll in der Schule schon mal mein Abendbrot essen, weil ich so lange Schule hab'. 
Dann würde ich Abends ''warm'' kriegen, damit ich die wichtigste Mahlzeit hier in der WG nehme. 

Das klappt natürlich nicht so ganz. In der Schule schmeiße ich mein Brot weg und alles, was ich dort hin mit zu essen nehme. Dann esse ich den ganzen Schultag nichts oder kaufe mir in den Freistunden eine Schachtel Erdbeeren und ein paar Weintrauben, was über den Tag verteilt viel zu wenig ist.



Was ich, seit dem ich hier bin, zu mir nehme: 

Morgens: 1 Brot + (sehr dünn aufgestrichen) Frischkäse. + Wasser/Tee/Kaffee ohne Koffein

Mittags: An Schultagen: Brote wegwerfen und Früchte essen.
             An Wochenenden oder kurzen Schultagen: Normales Mittagessen aber kleinste Portion die geht.


Abends: wie morgens + Tee 

Ich bin seit Montag dem 20. August hier. 

Donnerstag, 9. August 2012

neuer Versuch da raus!


Es ist schön ein neues Ziel vor Augen zu haben. 
Natürlich ist eins meiner Ziele nach wie vor das Abnehmen, aber das ist es auch nur, weil meine Gedanken sich einfach nicht ändern. Die gehen einfach nicht weg. 
Ich würde so gern mal einen klaren Kopf haben und wissen, was ich überhaupt tue. 

Manchmal habe ich diesen klaren Kopf auch. 
Es ist wie ein Denkrad, ein Zahnrad, welches sich in eine Richtung und einer normal- gemütlichen  Geschwindigkeit dreht.  
Dann sitzt man am Esstisch vorm Essen und das Rad hört sich auf zu drehen, es fängt wieder an und hört wieder auf. Es dreht sich schneller, es dreht sich langsamer. Es dreht sich in verschiedenen Richtungen, hin und her, hin und her. Bis es endgültig explodiert und in winzige Teilchen auseinander fällt. 
Kaputt ist das Rad, kaputt ist der Kopf. 

Die Wohngruppe für Essgestörte wird eine große Stütze für mich und meinen Weg in meine eigene Zukunft sein. Ich werde lernen, alleine zu wohnen und klar zu kommen. 
Ich hoffe, dass ich meine Gedanken um's Essen verringern kann, auch wenn es momentan unmöglich zu scheinen mag. 

Am 20. August geht der Einzug in die WG los. Ich freu mich sehr! :-)