Es begann alles mit einer simplen Diät und einer Menge Selbstzweifel, die sich nach einem bestimmten Ereignis entwickelten und durch den darauffolgendem Schulstress, noch größer wurden. Jedoch ist am Ende keiner Schuld. Alles sammelt sich und wird zu einem riesen Problem, welches in 1 von 5 Fällen zum Tod führen kann.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Zeiten..


Ich; März 2011; Ich versuchte Fortschritte zu sehen, denn im Spiegel sah ich sie nicht.

Wie verdammt dämlich es doch ist sich wieder in die Zeit zu wünschen, in der ich mich noch einigermaßen ertragen konnte. Ist es wirklich so schlimm?
Man hatte mir gesagt, ich hätte die Kontrolle verloren. Hab' ich das wirklich? Hätt' ich die Kontrolle nicht eher verloren, wenn ich irgendwann vor Fettleibigkeit gestorben wäre?

Ich habe es übertrieben. Sie haben mich alle da, wo sie mich wollten. In meiner jetzigen Gestalt.
Es gibt mir ein Gefühl von Hass, Trauer, Verlassenheit, sobald ich in den großen Spiegel schaue und diese Person sehe, die mir ins Gesicht sagt, ich hätte die Kontrolle schon lange verloren. Ich hätte mich ''gehen'' lassen. Sie wussten doch alle garnicht wie schwer dieser Weg war, es war harte Arbeit, eine Frage der Kontrolle über einen selbst! Die ganze harte Arbeit haben sie mir weggenommen. Sie haben mir das genommen, was mir blieb. Ansonsten waren alle immer besser. Dann habe ich etwas gefunden, worin ich mal besser sein konnte. Und jetzt? Es ist weg. Ich habe es verloren. Schon seit 6 Monaten. 

Am schlimmsten ist es, mir einzugestehen, dass der ein falsche Weg ist. Zu wissen, sobald es von vorne beginnt, sind alle wieder hinter mir her. Ich müsste es zu geschickt machen und dies kann ich nicht tun. Ich bin andauernt in Versuchung, aber ich schaff' es nicht. Sie sind zu gut, sie haben mich. Sie haben mich alle!
Ich bin verdammt noch mal abhängig! Ja, ich bin abhängig von allen Menschen um mich herum, sie beobachten mich und sobald ich einen Fehler mache, bringen sie mich wieder dort hin! Ich will nicht und ich habe Angst.
Nun muss ich mich ''normal'' verhalten. Aber was heißt das? So sein wie die andere. Ich wollte noch nie so sein wie andere! Ich möchte mich von den anderen unterscheiden. 

Etwas sagt mir, dass noch etwas fehlt. Ein einziger Schritt. Wenn es der falsche ist bin ich wieder mitten drin.
Ich bin noch lange nicht draußen! Einen langen, weiten, sehr weiten Weg habe ich noch vor mir. 

Ja, gesund sehe ich wohl aus. Vielleicht ist auch dies, das was mich stört. Aber ich bin doch noch mitten drin. Einen Kampf, in dem ich mich entscheiden muss, ob ich für ihn oder gegen ihn bin. 
Stimmen aus allen Richtungen. Sie verwirren mich. Aber ich selbst würde gerne einfach an garnichts denken. 
An GARNICHTS. "Jedoch vermisse ich die Zeit, in der ich mich stark fühlen konnte, auch wenn man mir diese gewisse Stärke, aus physischer Sicht, nicht anmerken ließ" 





"Wenn das normale Oberteil zur Bettdecke wird & man selbst merkt es nicht. Bis man dort landet.
Ich nenne es, Haus der Qualen. Aber man würde alles dafür tun, um diese Lage wieder zu bekommen."



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen