Es begann alles mit einer simplen Diät und einer Menge Selbstzweifel, die sich nach einem bestimmten Ereignis entwickelten und durch den darauffolgendem Schulstress, noch größer wurden. Jedoch ist am Ende keiner Schuld. Alles sammelt sich und wird zu einem riesen Problem, welches in 1 von 5 Fällen zum Tod führen kann.

Mittwoch, 7. März 2012

Essen. Essen. & Essen.



Es kontrolliert mein Leben. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber ich fühle mich unfähig.
Ich wäre froh, wenn ich diese Gedanken loswerden würde! Wenn ich nicht so denken würde, dann würde ich wohl kein Problem mehr mit einem Stück Kuchen oder einem Eis haben. Schokolade wäre dann auch viel einfacher. Aber diese dummen Gedanken um's bloße Essen quälen mich zu jeder Mahlzeit auf's Neue. 

Viele denken "Es ist doch nicht so schlimm, es ist nur Essen, was hast du denn" .. aber in Wirklichkeit wissen die GARNICHTS. Ja ok, ich bin krank. Ja! Ich bin wirklich krank! Ich bin noch mitten drinn! Ob ihr's glaubt oder nicht. Ich muss ja nicht mehr monstermäßig "dürr" sein, um euch zu zeigen, dass es mir immernoch nicht gut geht. Mental geht's mir schlechter als schlecht. Und eine bloße Mahlzeit als auch ein kurzer Snack ist immernoch ein riesen Kampf für mich. 

Am schlimmsten ist es, dass ich die Kontrolle nicht mehr finde. Ich wollte schon so oft versuchen wieder abzunehmen. Nach dem Klinikaufenthalt in Marsberg, wollte ich es wirklich! Ich will immernoch abnehmen! Keine Frage! Ich weiß trotzdem, dass es schlecht ist. Aber ich möchte so sehr ... 
Doch wie komm ich da noch einmal hin?!
 Irgendwie fällt es mir dieses Mal viel schwerer, dem Essen aus dem Weg zu gehen. 

Kurzes Beispiel damit ihr mich auch versteht: Heute habe ich mir vorgenommen zu Abend ein bisschen Obst zu essen, weil ich die letzten Tage gut dabei bin, mich ein wenig zusammen zu reißen. Aber NEIN! Ich musste ja unbedingt diese zwei Brotscheiben mit Marmelade + Käse essen. Ich fühle mich deshalb irre schlecht! Ich könnte jetzt mehrere Tage einfach durch heulen, aber ich möchte auch nicht zu sehr auffallen. 
Und das ist auch ein Grund, weshalb ich meine Gefühle auch in einem so genannten Blog, wie diesem hier, äußere. 

Nur ein paar Kilo. 2 oder so. Dann bin ich schon zufrieden. Ich möchte sehen, dass ich es wieder schaffen kann. Für mich heißt es nach wie vor Kontrolle. Und das wird sich nach keiner Therapie ändern können, es sitzt einfach schon zu sehr in meinem Kopf drinn. Mein Problem ist und bleibt das Essen. Und ob ich jemals geheilt werde, weiß ich nicht und bezweifel ich auch um ehrlich zu sein.
Ich habe zwar eine neue Psychologin, aber ich vertraue der ganzen Sache nicht mehr. Ich möchte einfach mein Leben leben. Und wenn ich wieder reinrutsche und wenn's dieses Mal noch "tiefer" ist, mir doch egal. 

Ich bin ich & ich möchte trotzdem leben und wenn ich auf Stelzen durch's Leben gehe.

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